Unternehmen | Geschichte
 

OKALUX - Innovationen in Glas.

Das Unternehmen OKALUX GmbH verdankt seine Entstehung der Mutterfirma Heinrich Otto KG, einer Textilspinnerei und Weberei aus Süddeutschland. Diese reagierte 1960 auf den Beginn einer weltweiten Umschichtung der Textilfertigung und suchte nach Alternativen.

Es wurde die Idee aufgegriffen, aus Polyestergranulat Hohlfasern zu spinnen. Mit einer kleinen Pilotanlage zur Herstellung von synthetischen Fasern mit Hohlräumen wurden in Kreuzwertheim von 1962 bis 1966 viele Versuche und Experimente durchgeführt. Das Ziel der Ingenieure und Techniker war es, die positiven Gebrauchseigenschaften von Kunstfasern zu verbessern, beispielsweise den Tragekomfort und die Atmungsaktivität. Auf der Suche nach weiteren Anwendungen entwickelte man sehr viel Fantasie. So versuchte man beispielsweise aus der Hohlfaser Kunstrasen herzustellen, stellte technische Mikrofilter zum Filtern von Plankton her, entwickelte eine Anlage zum Entnebeln von Flughäfen und versuchte sogar Salzseen in der Wüste zu entsalzen.

Ausdauer, die gewonnenen Erfahrungen und nicht zuletzt der Zufall führten schließlich zu einem Verfahren, mit dem Hohlfasern zu einer Platte verarbeitet werden konnten. In dieser Form konnten die lichtstreuenden und isolierenden Eigenschaften der Hohlfasern nutzbar gemacht werden.

Auf der ersten Umweltmesse „Reinhaltung der Luft“ 1966 in Düsseldorf stellte das Unternehmen seine innovativen Kapillarprodukte erstmals vor. Die Resonanz übertraf alle Erwartungen.

Zunächst war vorgesehen, die neu entwickelten Kapillarplatten mit zwei klaren Kunststoffdeckschichten zu verbinden. In den sechziger Jahren verbreitete sich jedoch der Einsatz von Zweifachisoliergläsern anstelle von Einfachgläsern. Daher war es naheliegend, die Kapillarplatte zwischen Glasscheiben einzubauen – der Einstieg in die Glasbranche war geschafft! Die Geburtsstunde von OKALUX.

In den ersten Jahren war OKALUX eine Tochterfirma der Heinrich Otto KG – der Fils-Textil GmbH – als Abteilung „Otto-Kapillar“ angegliedert. Der Produktname OKALUX, der 1971 mit der Verselbständigung des Unternehmens auch zum Firmennamen wurde, setzt sich aus den Anfangsbuchstaben des Abteilungsnamens und des lateinischen Wortes für Licht zusammen (Otto Kapillar Lux).

Das Haupteinsatzgebiet für OKALUX Lichtstreuendes Isolierglas lag anfänglich vor allem in der Dachverglasung von Industrie- und Sportbauten. Die hervorragende Verteilung des Lichts und die Blendfreiheit im Innenraum waren von maßgeblicher Bedeutung für die frühen Erfolge von OKALUX. Mit Beginn der Ölkrise Anfang der 70er Jahre spielte dann auch die wärmedämmende Wirkung der Kapillarplatte eine zunehmende Rolle. Weitere Produktentwicklungen folgten und machten OKALUX zu einem renommierten Unternehmen in der Glasbranche.

Was sich OKALUX aus den Anfängen bewahrt hat, ist die Hartnäckigkeit und den Willen Neues zu schaffen und vor allem es erfolgreich zu Ende zu bringen. Vielleicht ist es genau das, was Architekten auf der ganzen Welt an OKALUX so schätzen.


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