© Ali Moshiri
© Ali Moshiri

Projekt

Fachhochschule Wiesbaden

Auftragsvolumen

330 m²

Architekten

Mahler Günster Fuchs Architekten

Fertigstellung

2002

Anwendung

Fassade

Gebäudetyp

Lehr- und Bildungsbau

Fachhochschule Wiesbaden

Wiesbaden, Deutschland

Holz am Glas + Holz im Glas – FH Wiesbaden: Gelungene Synthese bei der Fassadengestaltung

Der neue Bau der Fachhochschule Wiesbaden, Fachbereich für Gestaltung, trägt die bildhafte Adresse "Unter den Eichen" –  und damit ist die Aufgabenstellung für die Architekten auch schon umrissen. Inmitten eines schützenswerten Baumbestandes aus einzelnen, alten Eichen und imposanten Baumgruppen realisierte das Stuttgarter Architekturbüro Mahler Günster Fuchs einen dreigeschossigen Baukörper mit Werkstätten, Studios, Seminar- und Vorlesungsräumen. Passend zum Umfeld ist die Architektur des langgestreckten Gebäudes zurückhaltend. Die Hülle ist geometrisch klar und präzise. Die Materialien der Fassade sind auf Holz und Glas reduziert.

Mit zwei Fassadengestaltungen nimmt das Gebäude Bezug auf die natürlich gewachsenen Formen der Umgebung. An den Längsseiten im Norden und Süden hat die Fassade die Form eines überdimensionalen Holzregals. Es sorgt für den erforderlichen Sonnenschutz in den Räumen und bietet den Studenten zugleich die Möglichkeit, ihre Arbeiten nach außen zu präsentieren. Großformatige Öffnungsflügel sichern eine natürliche Belüftung. Ein anderer gestalterischer Weg wurde an der Ost- und West­fassade beschritten. Auf Anregung der Architekten entwickelte OKALUX ein neues Glaspaneel mit filigranem Holz­raster im Scheiben­zwischen­raum: OKAWOOD Holzraster. Das Raster wirkt als Sonnen- und Blendschutz und lässt warm getöntes Tageslicht in den Raum fallen. Durch die Maserung des Holzes und naturgegebene Farbnuancen entsteht ein lebendiger Eindruck mit guter Tiefenwirkung. Das innovative Isolierglas ist sehr transparent und gewährleistet eine gute Licht- und Blickdurchlässigkeit

Die Erschließung des Lehrgebäudes erfolgt über die langgestreckte Mittelachse mit Treppen, Aufzug und Fluchttreppen. Ein eingestellter Kubus aus mattierten Glas­steinen sorgt auf allen Geschossen für Tageslicht, das vom Oberlicht  in die unteren Geschosse fällt. So entsteht im mittleren Bereich eine freundliche und kommunikative Bewegungszone, die mit Hilfe beweglicher Trennwände zu einer Ausstellungs- und Präsentationsfläche erweitert werden kann. Das Gebäude ergänzt die Fachbereiche Elektro- und Fernsehtechnik sowie Medienwirtschaft, die in einem ersten Bauab­schnitt realisiert wurden. Durch den Neubau wird ein bisher offener Platz gefasst und der zentrale Eingangsbereich des Campus gestaltet.

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