© British Antarctic Survey
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Projekt

Forschungsstation Halley VI

Auftragsvolumen

72 m²

Architekten

Hugh Broughton Architects
Faber Maunsell

Fertigstellung

2008

Anwendung

Fassade | Dach

Gebäudetyp

Sonstiges

Forschungsstation Halley VI

Halley Bay, Antarktis

Antarktische Forschungsstation Halley VI mit transluzenter Verglasung von OKALUX

Nach acht Jahren Planungs- und Bauzeit ist eines der mit Sicherheit außergewöhnlichsten Bauprojekte auf unserem Planeten fertig gestellt: die Forschungsstation Halley VI des British Antarctic Survey (BAS). Die extremen klimatischen Verhältnisse, die in der Polarlichtzone auf dem antarktischen Brunt-Eis­schelf herrschen, stellen höchste An­forderungen an Mensch und Material. Um dem Forscherteam dennoch möglichst angenehme Arbeits- und Lebensbedingungen in der Station zu ermöglichen, kam in dem auffällig roten Gemeinschaftsmodul das Funktionsglas OKAGEL zum Einsatz. So entsteht eine angenehme Tageslichtatmosphäre in den Aufenthaltsräumen – und das bei ausgesprochen guten Dämmwerten.

Das britische Büro Hugh Broughton Architects entwickelte zusammen mit dem Ingenieurbüro Faber Maunsell für Halley VI ein sehr flexibles Konzept. Die modularen Einzelkörper sind über kurze Korridore aneinander gekoppelt und werden durch hydraulische Beine immer über Schneeniveau gehalten. Außerdem sind die Beine auf überdimensionale Skier montiert, so dass schnell auf Risse oder Veränderungen des Eises reagiert werden kann: Die Module werden entkoppelt und einzeln zu einem neuen Stand­ort gezogen. Die erwartete Nutzungsdauer der neuen Station steigt damit deutlich.

Das zweigeschossige, rote Gemeinschaftsmodul hebt sich leuchtend aus der weißen Weite der Antarktis empor. Hier wird das Team der Forschungsstation zukünftig essen, lesen, sich besprechen oder weiteren Freizeitaktivitäten nachgehen. Der hohe Nutzerkomfort im Innenraum entsteht vor allem durch weiches Tageslicht, das eine großflächige Verglasung aus OKAGEL Isolierglasscheiben gleichmäßig in die Aufenthaltsbereiche streut. In der antarktischen Halley Bay zeigt der transluzente Dämmstoff seine Leistungsfähigkeit unter Extrembedingungen. Das nanoporöse Aerogel ist nicht nur leicht, sondern auch hochwärmedämmend, schallisolierend und lichtdurchlässig. OKAGEL weist hervorragende Ug-Werte auf, die – im Gegensatz zu konventionell mit Luft oder Gas gefüllten Isoliergläsern – unabhängig vom Einbauwinkel sind. Beispiels­weise hat eine Zweifachverglasung mit 60 mm Aerogel im Scheibenzwischenraum einen Ug-Wert von unter 0,3 W/(m²K).

Trotz der vorherrschenden unwirtlichen klimatischen Bedingungen sorgt der transluzente Dämmstoff für wohlige Wärme in der Station und streut zugleich weiches Tageslicht nach innen. OKAGEL verhilft dem Halley-Team damit zu mehr Aufenthaltsqualität und Komfort.

Referenzen