© Henning Koepke
© Henning Koepke

Projekt

Glückauf-Halle

Produkt

OKALUX K

Auftragsvolumen

172 m²

Architekten

Haindl + Kollegen GmbH
Mitarbeiter Ausschreibung: Ludwig Lieb, Philipp Frank, Maren Stracke
Mitarbeiter Planung: Michael Weinbrenner, Javier Trujillo
Mitarbeiter Bauleitung: Hugo Karasz

Fertigstellung

2014

Anwendung

Fassade | Oberlicht

Gebäudetyp

Sportstätte

Glückauf-Halle

Peißenberg, Deutschland

Rundum fit – Nach der Generalsanierung überzeugt die Glückauf-Halle mit ihrer klaren Konstruktion, den reduzierten Materialien und optimalen Trainingsbedingungen.

Begeistert turnen, kicken und sporteln sie wieder, die Peißenberger Schüler und Vereine. Nach der Generalsanierung präsentiert sich die Glückauf-Halle mit klaren Formen und einer hellen, lichten Atmosphäre. Verantwortlich für die umfassenden baulichen Maßnahmen waren die Münchner Architekten Haindl + Kollegen. In der kompletten Westfassade kamen Funktionsgläser von OKALUX zum Einsatz, die für angenehme Tageslichtbedingungen im Innenraum sorgen.

Respektvoller Umgang mit dem Bestand

Turnhallen aus den 1970er Jahre weisen inzwischen oft bauphysikalische Mängel auf und entsprechen nicht den heutigen energetischen Anforderungen. Neben schlecht dämmenden Außenhüllteilen und Wärmebrücken kommen auch umweltbelastende Baumaterialien sowie hohe Energieverbräuche dazu. Darüber hinaus wirkt die Architektur aus dieser Zeit häufig düster oder bedrückend.

Auch in der Dreifachturnhalle in Peißenberg sind über die Jahre massive Schäden entstanden. Unter anderem waren eine neue Dachkonstruktion sowie ein neues Tragwerk notwendig. Als Grundlage für ihren Entwurf studierten und analysierten die Planer von Haindl + Kollegen sorgfältig den Bestand und seine architektonischen Potentiale. So wurden sämtliche konstruktiven als auch gestalterischen Eingriffe auf die bestehende Geometrie abgestimmt und versucht, eine erkennbare Grenze zwischen der neuen und der alten Bausubstanz zu setzen. Teile der Fassade wurden komplett erneuert und das entkernte Gebäude innenräumlich neu geordnet. Im Vordergrund der Aufgabenstellung standen neben der Anpassung  an die heutigen energetischen Anforderungen eine durchgängig barrierefreie Nutzungsmöglichkeit für Sportler und Zuschauer.

Neuordnung und energetische Ertüchtigung

Ein wesentlicher Teil des Entwurfs bestand in der „Begradigung“ des Bestandes. Die zahlreichen Vor- und Rücksprünge in der Fassade als auch die Höhenunterschiede im Gelände wurden angeglichen. Schützend legt sich das neue Dach über die Halle. Weit auskragend breitet es sich auch über die erweiterte Tribünenanlage des angrenzenden Sportplatzes aus. So bindet es alle Bereiche der Sportanlage in das Gesamtvolumen ein. Im Süden entwickelt sich aus der Dachfläche ein kubischer Sichtbetonkörper, der den Haupteingang markiert und als großzügiger Verteiler für Sporthalle und Außenbereich dient. Vom Parkplatz leitet ein gerader, barrierefreier Fußweg – eine Art Sammelachse – die Nutzer zu dem neuen Eingangsbereich im Süden.

Die Glückauf-Halle wirkt nach der Sanierung ruhig und schlicht. Die verwendeten Materialien, Sichtbeton, Faserzementplatten und Glas, mit ihrer eher rauen Anmutung sind dauerhaft und langlebig. Aber auch energetisch ist die Halle zukunftsfähig: Ein Gesamtenergieverbrauch von 62,9 kWh/(m2a) kann sich sehen lassen. Da bislang ein Großteil der Wärme über das alte Dach verloren gegangen ist, konnten durch die neue Konstruktion deutliche Verbesserungen erzielt werden. Auch die Pfosten-Riegel-Fassade mit den Funktionsgläsern erreicht extrem gute Wärmedurchgangswerte. Der Ug-Wert des eingesetzten OKALUX K liegt bei 0,9 W/m2K.

Gekonnte Lichtführung

Als Bauherr wünschte sich die Gemeinde nicht nur eine möglichst dauerhafte und wartungsfreie Lösung für die Konstruktion, sondern auch bestmögliche Bedingungen für die sportlichen Aktivitäten im Innenraum.

Haindl + Kollegen schlugen einen introvertierten Raum ohne direkten Sichtbezug nach außen vor. Durch Oberlichtstreifen und die transluzente, vollverglaste Westfassade gelangt dennoch ausreichend Tageslicht nach innen. Die Funktionsgläser OKALUX K von OKALUX mit Kapillareinlagen im Scheibenzwischenraum bieten einen sehr guten Sonnenschutz und eine hohe Lichttransmission. Darüber hinaus sorgen sie für gleichmäßig gestreutes und blendfreies Tageslicht ohne Hell- und Dunkelzonen. Zusätzlich wirkt die Gestaltung des Innenraumes durch die überwiegend weiße Farbgebung als Lichtreflektor.

Und sogar nachts, wenn in der Halle weiter fleißig Sport getrieben wird, setzt die Sanierung ein weithin sichtbares Zeichen: Wie eine Laterne schimmert das Licht durch die Kapillargläser sanft von innen nach außen, so als wollte es alle Peißenberger auffordern, am sportlichen Treiben teilzuhaben.

Referenzen