© Nicola Rehage
© Nicola Rehage

Projekt

Hans-Joachim-Brandenburg-Halle

Produkt

OKALUX K

Auftragsvolumen

420 m²

Architekten

werk 9 architekten + ingenieure GmbH

Fertigstellung

2010

Anwendung

Fassade | Oberlicht

Gebäudetyp

Sportstätte

Hans-Joachim-Brandenburg-Halle

Herzebrock-Clarholz, Deutschland

Ideale Tageslichtbedingungen beim Sport

Dass Sporthallen heute keine fensterlosen, langweiligen Zweckbauten mehr sein müssen, in denen ausschließlich Kunstlicht für Helligkeit sorgt, beweist die neue Hans-Joachim-Brandenburg-Halle von werk 9 architekten + ingenieure im ostwestfälischen Herzebrock-Clarholz. Auf der mit Ziegeln verblendeten Sockelzone des einfach strukturierten Baukörpers sitzt bündig eine umlaufende Verglasung, bei der OKALUX K zum Einsatz kam. Mit ihrer lichtstreuenden Kapillareinlage schaffen die Isoliergläser nicht nur optimale Tageslichtverhältnisse im Inneren der Sporthalle, sondern unterstreichen mit ihrer transluzenten Optik auch die klare Architektur des Baus.

2009 schrieb die Gemeinde Herzebrock-Clarholz im Kreis Gütersloh einen Architekturwettbewerb für den Neubau einer Zweifachsporthalle aus. Diese sollte sowohl für sportliche Aktivitäten, als auch für Veranstaltungen der ortsansässigen Vereine und Schulen nutzbar sein. Das Planungsbüro werk 9 überzeugte die Jury mit seinem Entwurf einer quaderförmigen Halle, aus der sich auf der Südseite ein niedrigerer Gebäudeteil markant herausschiebt. In diesem Flachbau befinden sich ein kleines Foyer, Umkleiden mit WC-Anlagen sowie Lager für Sportgeräte. Im Westen dockt ein eingeschossiges Gebäude an die Sporthalle an. Hier ist Platz für weitere Umkleideräume, die den Nutzern des gegenüberliegenden Außensportplatzes zur Verfügung stehen. Um dem Komplex ein klares und einheitliches Erscheinungsbild zu verleihen, fasst eine vorgesetzte umlaufende Ziegelwand die Gebäudeteile zusammen. Wie ein Sockel bildet sie eine ruhende Basis für das Ensemble. Die Architekten wählten hierfür Klinker in Gelb-, Rot- und Brauntönen aus, die in ihrem Mauerverbund ein pixelartiges Muster ergeben. Kontrastierend dazu ist im Bereich der Sporthalle allseitig eine Verglasung auf die tragende Stahlbetonkonstruktion aufgesetzt.

Für diese Glasfassade, die etwa die gleiche Höhe wie die Sockelzone hat, kam OKALUX K zur Anwendung. Das Funktionsglas von OKALUX überzeugte Planer und Bau­herren in funktionaler wie auch ästhetischer Hinsicht. Zum einen betonen die transluzenten Kapillargläser aufgrund ihrer besonderen Optik die flächige Kubatur des Baus. Zum anderen streuen sie das Tageslicht tief in das Gebäude, so dass der Raum gleichmäßig und ohne Schlagschatten ausgeleuchtet wird. Da OKALUX K einen sehr guten Blend- und thermischen Sonnenschutz bietet, entstehen exzellente Spiel- und Trainingsbedingungen in der Sporthalle. Diese positiven Eigenschaften verdanken die Gläser ihrem intelligenten Aufbau: Im Scheibenzwischenraum der Isolierverglasung liegt zwischen Glasfaservliesen eine transluzente Kapillarplatte aus Kunststoffhohlfasern, die das einfallende Licht nach innen leiten und gleichmäßig verteilen. Die Kapillareinlagen minimieren auch die Wärmeeinstrahlung durch die Sonne und verhindern die Konvektion im Glas. Neben sinkenden Kühllasten im Gebäude verbessert sich dadurch der Ug-Wert der Fassade deutlich – wertvolle Energie wird gespart.

Auch die gute Farbwiedergabe der Isolierverglasung ist in der Hans-Joachim-Brandenburg-Halle gut zu erkennen: Das frische Apfelgrün und das Orangerot der Wandver­klei­dungen leuchten intensiv und korrespondieren mit den neutralen Grautönen im Innenraum. Doch nicht nur am Tag, sondern sogar in der Nacht zeigen sich die transluzenten Kapillargläser von ihrer besten Seiten. Dann leuchtet die umlaufende Verglasung wie eine Laterne in der Dunkelheit.

 

 

Referenzen