© Ali Moshiri
© Ali Moshiri

Projekt

Plusenergie Grundschule Niederheide und Dreifach-Sporthalle

Produkt

KAPILUX W

Auftragsvolumen

180 m² | 108 m² OKASOLAR RETRO O

Architekten

IBUS Architekten und Ingenieure GbR

Fertigstellung

2011

Anwendung

Fassade | Oberlicht

Plusenergie Grundschule Niederheide und Dreifach-Sporthalle

Hohen Neuendorf, Deutschland

Zukunftsfähiges Lehr- und Lernumfeld – Die Funktionsgläser OKAGEL und OKASOLAR von OKALUX unterstützen das Energiekonzept der Grundschule Niederheide in Hohen Neuendorf mit Dreifach-Sporthalle

Die Grundschule Niederheide in Hohen Neuendorf ist in mehrfacher Hinsicht zukunftsweisend: Als erste Schule in Deutschland mit Plus-Energie-Standard erfüllt das Gebäude höchste Anforderungen unter dem Blickwinkel der Nachhaltigkeit in Bau und Betrieb. Zudem spiegelt die Architektur von IBUS Architekten und Ingenieure, Berlin/Bremen, anschaulich, wie man Schulen als Lebensort begreifen und so gestalten kann, dass sich Schüler und Lehrer rundum wohlfühlen.

Für die richtungsweisende Konzeption der dreizügigen Grundschule mit Dreifach-Sporthalle haben die Architekten die Nutzungsanforderungen, die energetischen Anforderungen, die Anforderungen an Komfort sowie die konstruktiven Rahmen­bedingungen optimal aufeinander abgestimmt. Zugleich war es ihr Anliegen, in der architektonischen Gestaltung die Strategien und Funktionsweisen eines Plusenergiegebäudes verständlich zu machen. Innovative Bauteilkomponenten sind ebenso sichtbar, wie verschiedene Maßnahmen der aktiven oder passiven Solarenergienutzung, des Sonnenschutzes oder der Lüftung.

Der zweigeschossige Schulkomplex besteht aus drei Gebäuderiegeln, die sich kammartig über zwei längliche Höfe zum Freigelände hin öffnen. Eine langgestreckte, lichtdurchflutete Halle verbindet die drei Flügel und bildet damit das Rückgrat der Schule. An den nördlich gelegenen Klassenraumtrakt schließt die Sporthalle an. Auf der Eingangsseite befinden sich die Schülerbücherei, die Verwaltung, Fachunterrichtsräume sowie die Aula mit Nebenräumen. Die Gebäudestruktur der Grundschule Niederheide leitet sich aus funktionalen Anforderungen ab – so sind beispielsweise die Klassenräume nach Süden ausgerichtet und entsprechend der Jahrgänge angeordnet. Dabei nimmt das räumliche Konzept Rücksicht auf die unterschiedlichen Belichtungsbedürfnisse der verschiedenen Funktionsbereiche. Um beispielsweise in den Unterrichtsräumen eine zweiseitige, und damit gleichmäßige, Belichtung zu erreichen, wurden die Trennwände der einbündig organisierten Klassenzimmer zu den Fluren hin in Glas ausgeführt. So fällt auch über die Erschließungszone Tageslicht in die Zimmer. Ihre Ausleuchtung ist optimal, was nicht nur den Strombedarf senkt sondern ebenfalls die Konzentrationsfähigkeit der Schüler positiv beeinflusst. Ruhebereiche dagegen werden lediglich von einer Seite belichtet.

Im Hinblick auf die unterschiedlichen Funktionsbereiche wurden im gesamten Schulkomplex nicht nur angepasste Tageslichtsysteme sondern auch spezifische Sonnenschutzsysteme entwickelt. Für einen effektiven Schutz sind die Südfassaden der Klassenräume mit Vertikalmarkisen sowie einem außen liegenden feststehenden Sonnenschutz ausgestattet. Zudem kam bei den Oberlichtern der Verglasung im Erdgeschoss OKASOLAR RETRO Typ O zum Einsatz – Isoliergläser mit lichtlenkenden Lamellen im Scheibenzwischenraum. Diese reflektieren bei hochstehender Sonne das Sonnenlicht nach außen. Bei geringerem Einfallswinkel lenken sie das Tageslicht flach zur Decke und sorgen damit für eine Ausleuchtung des Innenraums.

Im Obergeschoss wurden die Oberlichter der Fenster mit der lichtstreuenden Verglasung OKAGEL ausgeführt. Eine Füllung aus transluzentem Silika Aerogel im Scheibenzwischenraum verleiht OKAGEL außergewöhnliche physikalische Eigenschaften: Es ist hochwärmedämmend, schallisolierend und streut einfallendes Tageslicht gleichmäßig in den Raum. Damit schafft es nicht nur in den Klassenräumen angenehme Arbeitsbedingungen, sondern sorgt insbesondere in der Sporthalle für optimale Trainingsbedingungen mit blendfreiem Licht ohne Schlagschatten. Hier kam in den Oberlichtern das transluzente Paneel als Zweifachverglasung mit 40 mm Aerogel im Scheibenzwischenraum zum Einsatz. OKAGEL weist hervorragende U-Werte auf, die – im Gegensatz zu konventionell mit Luft oder Gas gefüllten Isoliergläsern – unabhängig vom Einbauwinkel sind.

Mit dem CO2-neutralen Gebäude, das mehr Primärenergie erzeugt, als es verbraucht, stärken IBUS Architekten das Leitbild der „Stadt im Grünen“ von Hohen Neuendorf. Zusätzlich leistet der Schulbau einen werthaltigen, gesellschaftlichen Beitrag. So ist es unter anderem durch den Einsatz von OKAGEL und OKASOLAR RETRO O gelungen, optimale bauliche Voraussetzungen für ein zukunftsfähiges Lern- und Lehrumfeld zu schaffen.

Referenzen