© Andreas Meichsner
© Andreas Meichsner

Projekt

Stadtbibliothek im Bahnhof

Auftragsvolumen

34 m²

Architekten

ARGE raumbewegung/ff-architekten

Fertigstellung

2008

Anwendung

Fassade

Gebäudetyp

Lehr- und Bildungsbau

Stadtbibliothek im Bahnhof

Luckenwalde, Deutschland

Goldene Aussicht

Im branden­burgischen Luckenwalde, knapp 50 km südlich von Berlin, wurde das denkmalgeschützte ehemalige Bahnhofs­gebäude saniert und zur Stadtbibliothek umgebaut. Als einzige deutsche Kleinstadt erhielt Luckenwalde hierzu Fördermitteln aus dem URBAN-Programm der Europäischen Gemeinschaft. Das Architektenteam ARGE WFF (Martina Wronna, Katharina Feldhusen, Ralf Fleckenstein) aus Berlin ergänzte den Altbau mit einer abstrakten Raumskulptur – einem zweifach verzogenen und mit goldenen Kupferschindeln verkleideten Baukörper. Das glänzende Schmuckstück soll gemeinsam mit dem renovierten Bahnhofs­gebäude einen Ort des öffentlichen städtischen Lebens markieren und eine vitalisierende Wirkung auf die angrenzenden Quartiere haben.

Wie eine homogene Haut wickeln sich goldene Kupferschindeln um den Anbau. Die Glasflächen im Erd- und Obergeschoss unterbrechen den Fluss der Fassade nicht, sondern schließen flächenbündig an die Verkleidung an und setzen diese fort. Verstärkt wird der homogene Eindruck durch das filigrane Goldgewebe im Scheiben­zwischen­raum der Isolierverglasung. Wie ein Vorhang filtert die Metall­einlage OKATECH von OKALUX das einfallende Licht und schafft im Innenraum eine gleichmäßige, blendfreie Ausleuchtung mit Tageslicht. Die Feinmaschigkeit des Gewebes erlaubt weiterhin eine gute Sicht nach draußen. Der loungeartige Bereich der Jugend­biblio­thek wird atmosphärisch geschützt und unterschiedliche Reflex auf dem Gewebe führen zu einer Vielzahl an reizvollen Licht- und Schattenspielen.

Referenzen