© NBK Keramik  Frédéric Miette
© NBK Keramik Frédéric Miette

Projekt

Tour Horizons

Auftragsvolumen

800 m² | 200 m²

Architekten

Ateliers Jean Nouvel

Fertigstellung

2011

Anwendung

Dach | Fassade

Tour Horizons

Boulogne-Billancourt, Frankreich

Unkonventionell gestapelt – Das Funktionsglas OKASOLAR krönt das Bürogebäude „Horizons“ in Boulogne-Billancourt

Hochhaus muss nicht gleich Hochhaus sein, wie das neue Bürogebäude „Horizons“ von Jean Nouvel im Südwesten von Paris zeigt. Sind herkömmliche Hochhäuser meist von der ersten bis zur letzten Etage identisch organisiert und besitzen oftmals als einzige Variable die Höhe, so steht das Horizons hierzu im kompletten Widerspruch. Drei unterschiedlich geformte Kuben mit verschieden gestalteten Fassaden interpretieren das Thema Hochhaus optisch und organisatorisch neu. Jean Nouvel bezeichnet das Horizons auch als „Nicht Turm“. Ziel des Architekten ist es, Individualität Raum zu schenken und damit letztlich bessere Arbeitsbedingungen zu schaffen.

Das Gebäude befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Renault-Werke in Boulogne-Billancourt. Hier soll bis 2023 ein neues, lebendiges Stadtquartier mit Büros, Wohnungen, Läden und öffentlichen Einrichtungen entstehen. Den Masterplan für das neue Quartier hat ebenfalls Jean Nouvel erstellt. Insgesamt umfasst das Horizons Gebäude 38.600 Quadratmeter, welche in erster Linie als Büroflächen genutzt werden; 4.000 Quadratmeter stehen Verkaufsräumen und Ladenflächen zur Verfügung.

Das unkonventionelle Gebäude setzt sich aus drei unterschiedlich geformten und gestalteten Blöcken zusammen, die leicht verdreht übereinander gestapelt sind. Begrünte Dachgärten lockern den Gebäudekomplex auf und markieren zugleich die Gebäudekanten. Gemeinsam symbolisieren Kuben und Dachterrassen fünf verschiedene Landschaftsräume, welche das Erscheinungsbild des Hochhauses definieren. Dabei erscheint jeder der drei Kuben vom Sockelgeschoss bis zur Skylounge etwas leichter und ätherischer als sein Vorgänger. Zum einen unterscheiden sie sich deutlich in Form und Größe, zum anderen sind die Fassaden in Abhängigkeit von Ausrichtung, Sonneneinstrahlung und Aussicht in Materialität und Transparenz unterschiedlich gestaltet. Das Sockelgeschoss zeigt sich als flacher Baukörper mit dunkler Fassadenverkleidung und großformatigen, transparenten Flächen. Der mittlere Kubus in Form eines Quaders, umlaufenden Fensterbändern und changierenden Fassadenelementen in Ziegelrot, Weiß und Schwarz stellt einen Bezug zu den umgebenden Hochbauten und der Geschichte des Bauplatzes her. Gekrönt werden die beiden massiven Kuben von einem schlanken Glashaus mit Satteldach. Mit seiner Transparenz und Leichtigkeit scheint es je nach Wetterlage und Lichtstimmung mit dem Himmel zu verschmelzen.

In Etage 13 bis 17 des gläsernen Kubus befinden sich Büroräume. Hier sorgt das Funktionsglas OKASOLAR W von OKALUX für angenehme Arbeitsbedingungen. Die feststehenden Lamellen im Scheibenzwischenraum der Isoliergläser schützen vor direkter Sonneneinstrahlung. Einen großen Teil der solaren Einstrahlung reflektieren die Lamellen mit ihrem spezifischen Querschnitt nach außen zurück, so dass sich der Innenraum nicht aufheizt; gleichzeitig wird ein Anteil des Tageslichts in den Innenraum gelenkt.

Als wortwörtlich krönender Abschluss beeindruckt das oberste 18. Geschoss durch seine Weite und Großzügigkeit. Der Innenraum bietet eine hohe Aufenthaltsqualität. Nicht nur die üppige Bepflanzung erzeugt eine angenehme Atmosphäre. Auch die in der Dachschräge eingebauten Gläser, OKASOLAR S, unterstützen den Nutzerkomfort. Das Funktionsglas verhindert eine direkte Einstrahlung des Sonnenlichts und gewährleistet eine optimale Balance zwischen Sonnenschutz und Tageslichtnutzung. Durch die Lamellen bleibt der Blick nach oben in den Himmel Richtung Norden uneingeschränkt möglich.

Und auch Panoramaausschnitte über das Quartier genießen die Nutzer. So sorgen OKASOLAR S und OKASOLAR W in den oberen Geschossen für eine hohe visuelle und thermische Behaglichkeit im Gebäude, was auch – ganz im Sinne Jean Nouvels – zu deutlich besseren Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen führt.

Referenzen