© Hans Jürgen Landes
© Hans Jürgen Landes

Projekt

Typensporthalle - Lily Braun Gymnasium

Produkt

OKALUX K

Auftragsvolumen

413 m²

Architekten

scholl.balbach.walker architektenpartnerschaft

Fertigstellung

2021

Anwendung

Fassade

Gebäudetyp

Sportstätte

Typensporthalle - Lily Braun Gymnasium

Berlin, Deutschland

Blendfreies OKALUX K Isolierglas für Berliner Typensporthallen

Am Lily-Braun-Gymnasium in Spandau ist Berlins erste Typensporthalle in modularer Holzbauweise entstanden. Der von scholl.balbach.walker architektenpartnerschaft entworfene Neubau ist Teil der Berliner Schulbauoffensive und eine von aktuell neun geplanten Dreifeldsporthallen. In allen Gebäuden punktet die leistungsstarke Kombination aus blendfreien und ballwurfsicheren OKALUX K Isoliergläsern von Okalux Glastechnik, des Spezialisten für Tageslichtsysteme.

Berlin ist in den vergangenen Jahren rasant gewachsen und mit ihr der Bedarf an Schulplätzen.
Die Berliner Schulbauoffensive – ein auf zehn Jahre ausgerichtetes Investitionsprojekt der
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie – hat sich zur Aufgabe gemacht, den Bestand
zu sanieren und zu vergrößern sowie mehr als 60 neue Schulgebäude zu errichten. Zusätzlich
entstehen aktuell neun Dreifeldsporthallen in serieller Bauweise, sogenannte Typensporthallen
(kurz: TSH). Sieben von ihnen bieten auf einer Galerie Stehplätze für 60, zwei größere
Typenhallen mit Tribüne Sitzplätze für 199 Zuschauerinnen und Zuschauer. Den Auftakt bildet die
sogenannte TSH60 am Spandauer Lily-Braun-Gymnasium.

Asymmetrisches Hutprofil in Serie

Der aus einem Realisierungswettbewerb hervorgegangene Siegerentwurf stammt von der
Stuttgarter Architektenpartnerschaft scholl.balbach.walker. Insgesamt umfasst der Neubau als
Nutzfläche ca. 1.700 Quadratmeter mit einem Raumangebot von einer Dreifeldsporthalle mit drei
Geräteräumen, einem Mehrzweckraum, diversen Funktionsräumen sowie Umkleide-, Wasch- und
Toilettenräumen. Aus der Verteilung in zwei unterschiedlich tiefe Nebenraumzonen entlang der
Hallenlängsseiten zugunsten einer durchgängig ebenerdigen Nutzung ergibt sich im Querschnitt
eine einprägsame Kontur wie ein Hutprofil, das in der Asymmetrie seine Individualität erhält.
Zeichenhaftigkeit und Funktion verschmelzen zu einer Einheit. Die Verschiebung der
Umkleideraumzone zu den beiden Giebeln bricht auch die Symmetrie des Hallengrundrisses und
zoniert mit den dabei entstehenden diagonal gegenüberliegenden Gebäudeeinschnitten zwei
überdachte Zugänge, einer zum öffentlichen Straßenraum, der auch nach Schulschluss für lokale
Sportvereine und bei Wettkämpfen am Wochenende erreichbar ist, und einer zum Schulhof für
die direkte innerschulische Erschließung . Fertiggestellt wurde der Neubau innerhalb weniger
Monate auf einem ehemaligen Bolzplatz zwischen Galen- und Münsingerstraße. Möglich machte
dies die Standardisierung der Bauelemente und der hohe Vorfertigungsgrad der Bauteile von der
Tragkonstruktion über die Gebäudehülle bis in den Ausbau. Auf diese Weise konnten parallel zur
Typensporthalle am Lily-Braun-Gymnasium auch die Arbeiten an weiteren Standorten in kurzen
zeitlichen Versätzen begonnen werden – ganz im Sinne einer schnellen, wirtschaftlichen und
ökologischen Bauoffensive.

Turnen mit Tageslicht

Bei der Planung der Halle mit der 45 x 22 Meter großen Sportfläche gab es vielerlei
Anforderungen, darunter die natürliche Belichtung mit ballwurfsicherem Blendschutz innen und
außen. Die hierfür passende Lösung lieferte das OKALUX K Isolierglas mit transluzenter,
lichtstreuender Kapillareinlage. Diese sorgt ohne zusätzliche Blendschutzeinrichtungen für eine
gleichmäßige und schlagschattenfreie Ausleuchtung des Rauminneren mit Tageslicht, das sich
nicht nur positiv auf das Wohlbefinden der Sportlerinnen und Sportler auswirkt, sondern auch die
Energiekosten reduziert. Die Dreifachverglasung stellt den hierfür erforderlichen Wärmeschutz
und zugleich notwendigen Sonnenschutz mit einem geringen U-Wert von 0,8 W/m²K und einem
g-Wert von nur 21 Prozent sicher. Für einen angenehmen Sehkomfort bei Wettkämpfen von
Ballsportarten wie Basketball und Volleyball sind über die ganzen Hallenlängsseiten 74
Wärmeschutzgläser oberhalb der Prallwände in die vertikal gegliederte Holz-Alu-P/R-Fassade
eingefügt. Neben den ballwurfsicheren Eigenschaften des Glases überzeugte OKALUX K die
Architekten auch durch die individuelle Maßanfertigung von 1147 x 4880 und 1120 x 4880
Millimeter.

„Mit dem Tageslichtsystem von Okalux haben wir eine durchgehende Verglasung für den Bereich
zwischen Prallwand und Hallendecke realisieren können, die sich ohne störende horizontale
Untergliederung harmonisch in das 1,25 Meter breite Fassadenraster einordnet“, so Michael
Walker. Dass schnelle Fertigungszeit und Qualität in keinem Widerspruch zueinander stehen,
verdeutlicht darüber hinaus auch die gute Recycelbarkeit, Langlebigkeit sowie wartungsfreie
Nutzung der ausgewählten OKALUX K Isoliergläser.

Referenzen